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Volume 1

Claudia Schmidhofer (2010), Fakt und Fantasie. Das Japanbild in deutschsprachigen Reiseberichten 1854-1900, Wien: Praesens Verlag

In der zweiten Hälfte des 19. Jh. gewann Japan, die einstige terra incognita, eine ungeahnte Popularität als Reiseziel, wovon ein umfangreiches Schrifttum Berufs- und Vergnügungsreisender zeugt. Dieser heute weitgehend dem Vergessen preisgegebene Literaturkorpus bietet nicht nur Einblicke in die Diskrepanz zwischen europäischem Wunschbild und fernöstlicher Wirklichkeit, poetischem Ideal und prosaischer Realität, sondern auch erstaunliche Aufschlüsse über die Traditionslinien gegenwärtiger westlicher Japan-Stereotype. Neben einer chronologischen Einzeldarstellung der betreffenden Japanliteratur sowie einer Schilderung der Reiseumstände und Reisebedingungen im ersten Teil des Buches bietet der zweite Teil eine imagologische Analyse der Reiseberichte.  Im Zentrum der Analyse steht der Begriff des Idyllischen, der eine fundamentale Rolle für die Konstruktion Japans als exotisches und idealisiertes Märchenland spielte. Gleichzeitig wird zu zeigen versucht, welchem Wandel Japan selbst und damit auch das westliche Japanbild im Verlauf eines halben Jahrhunderts unterworfen war. Purchase @amazon


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